Wie gefährlich sind eigentlich Wasserstrudel?

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Wassertornado

In manchen Gewässern lauern lautlose Gefahren. Die Rede ist hier allerdings nicht von gefährlichen Meeresbewohnern wie Haie oder Quallen, sondern von Wasserstrudeln. Jeder von uns dürfte schon mal diesen Begriff gehört haben. Womöglich können sich aber nur die wenigsten etwas konkret hierunter vorstellen. Was allerdings feststeht, ist, dass Strudel sehr gefährlich sind und zu keinem Zeitpunkt unterschätzt werden sollten. Schauen wir uns also mal an was es mit diesem Naturphänomen auf sich hat und wie man diesem am besten entgegentritt, sollte es tatsächlich zu einem Vorfall kommen.

 

Was versteht man unter einem Wasserstrudel?

Bei einem Wasserstrudel handelt es sich genaugenommen um einen Wirbel im Wasser. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er sich in einer kreis- oder spiralförmigen Bewegung nach unten bewegt. Die Mitte eines Wasserstrudels ähnelt oftmals einem Trichter, was allerdings nicht zwingend der Fall ist. Sollte etwas in den Wasserstrudel geraten, so wird es mit dessen Kraft nach unten gezogen. Viele Wasserstrudel bilden sich in Verbindung mit Wasserfällen oder Stromschnellen. Aber auch das Zusammenspiel von Salz- und Süßwasser, sowie Zu- und Abflüssen können die Ursache von Strudeln sein. In der Regelt trifft man diese vor allem in Meeren, Seen und Flüssen an.

Welche Gefahr geht von einem Wasserstrudel aus?

Wenn man im Wasser schwimmt, sollte man niemals die Gefahr von Strudeln unterschätzen. Gerade wenn man weit aufs Meer hinausschwimmt oder sich in einem Nicht-Badebereich eines Sees oder Flusses aufhält, ist besondere Vorsicht geboten. Sollte man in einen Strudel geraten kann es nämlich sehr schnell passieren, dass man hinuntergezogen wird und ertrinkt. Gerade dann, wenn Warnschilder, Einheimische oder Bademeister einen auf die potentielle Gefahr hinweisen, sollte man diese Ratschläge auf keinen Fall ignorieren. Selbst dann nicht, wenn man ein leidenschaftlicher und begabter Schwimmer ist.

Was man im Ernstfall tun sollte

In einen Wasserstrudel zu geraten ist erst einmal ein sehr großer Schockmoment. Man muss allerdings um jeden Preis verhindern, dass man in Panik verfällt und die Kontrolle über seine eigenen Aktionen verliert. Denn nur mit einem klaren Kopf, kann man dieser Gefahr richtig begegnen und sein Leben retten. Viele Menschen kämpfen fälschlicherweise gegen den Strudel an. Das ist allerdings etwas, was man auf keinen Fall tun sollte. Denn in den meisten Fällen wird man nicht die nötige Kraft aufweisen können, um dem Strudel auf diese Weise zu entrinnen. Es ist also wesentlich ratsamer, so kurios das vielleicht klingen mag, in den Strudel einzutauchen. Das Ziel ist dabei, dass man den Strudel untertaucht und sich somit in Sicherheit bringt. Dafür muss man möglichst nah an den Grund, da hier die Sogwirkung des Strudels am schwächsten ist. Das ist in der Tat möglich, allerdings nicht selten mit einem enormen Kraftaufwand verbunden. Es ist aber in den meisten Fällen das sinnvollste, was man in diesem Moment tun kann.

Wir hoffen, dass Sie Ihr Wissen über Strudel erweitern konnten. Wie Sie sehen, sollten diese sogkräftigen Naturphänomene nach bestem Willen vermieden werden. Dabei stellen sie nicht nur eine Gefahr für Schwimmer da, sondern können auch Tieren, Booten oder gar Schiffen zum Verhängnis werden. Daher sollte man sich, wenn möglich von Gebieten fernhalten, wo man es mit Strudeln zu tun bekommen könnte. Denn eine Konfrontation geht nicht selten tödlich aus. Allerdings heißt das nicht, dass sie auch zwangsweise tödlich enden muss. Wenn man sich richtig verhält, kann man dem Tod nämlich ein Schnippchen schlagen. Dabei ist es allerdings wichtig, dass man sich situationskonform verhält. Panisches Aufschreien und Umherzappeln wird einem nämlich leider nicht weiterhelfen. Bei manchen Strudeln kann es allerdings, dass selbst das nicht genug ist. Ein Beispiel wäre der Corryvreckan, der bereits eine Vielzahl an Todesopfer gefordert hat. Trotz des negativen Beigeschmacks, sind Strudel natürlich auch überaus interessant. Es kann sich also dennoch lohnen, diese aus sicherer Entfernung zu beobachten. Allerdings sollte man seine Neugier keineswegs Überhand gewinnen lassen und sich in einen hineintrauen.

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