Was ist eigentlich ein Wasserrucksack?

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Wasserrucksack - Paul - Portable Aqua Unit for Lifesaving
Von Fgsww, University of Kassel – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19229236
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist nicht überall gegeben. Besonders in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika ist das ein erhebliches Problem. Es gibt allerdings durchaus Maßnahmen, welche unternommen werden, um diesem Problem entgegenzuwirken. Dazu zählen auch Wasserrucksäcke. Der Begriff ist allerdings ein wenig irreführend. Es handelt sich hierbei nämlich nicht um einen handelsüblichen Rucksack, welcher mit Wasser befüllt wurde. Bei den meisten Rucksäcken, dürfte das wohl auch kaum möglich sein. Nein, ein Wasserrucksack ist etwas Anderes. Wenn Sie wissen möchten was, sollten Sie diesen Beitrag auf jeden Fall bis zum Ende lesen. Was wir allerdings schon mal vorab verraten können, Wasserrucksäcke erfüllen einen großen Nutzen.

 

Was man unter einem Wasserrucksack versteht

Wie bereits erwähnt handelt es sich nicht um einen Rucksack. Unter einem Wasserrucksack versteht man nämlich einen Membran-Wasserfilter. Dieser wird zu humanitären Zwecken verwendet und kommt in Not- und Katastrophengebieten zum Einsatz. Er ermöglicht eine dezentrale Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Die Anlage ist dabei leicht transportabel und sofort einsatzbereit. Außerdem lässt sie sich sehr leicht bedienen. Es sind also keinerlei Kenntnisse erforderlich, um einen Wasserrucksack effizient zu nutzen.

Wie ein Wasserrucksack funktioniert

Im Wasserrucksack ist ein spezieller Membranfilter integriert. Daher gilt diese Art von Filteranlage auch als Membran-Wasserfilter. Damit man sauberes Trinkwasser erhält, muss erst einmal Wasser in den Wasserrucksack gefüllt werden. Woher dieses stammt, spielt dabei prinzipiell keine größere Rolle. Man kann es beispielsweise aus Seen, Flüssen und Brunnen schöpfen. Die Bedienung wird dabei sehr einfach erklärt. Dank der vier Piktogramme, sind diese selbst für Analphabeten verständlich. Dass das auch wie geplant funktioniert, wurde bereits anhand mehrerer Tests festgestellt. Man füllt einfach Wasser in den Wasserrucksack. Nach wenigen Minuten, kann man dieses dann aus dem Ablaufschlauch entnehmen. Dank des integrierten Filters, kann das Wasser weitgehend von Bakterien, Viren und Schadstoffen beseitigt werden. Daher kann es in der Regel bedenkenlos konsumiert werden. Dennoch ist es erforderlich, dass der Wasserrucksack regelmäßig gereinigt und gewartet wird. Prinzipiell reicht es aus, wenn Das alle paar Monate geschieht. Durchschnittlich können anhand eines Wasserrucksacks etwa 1200 Liter pro Tag gefiltert werden. Das reicht zur Versorgung mehrerer hundert Menschen.

Wer ist eigentlich Paul?

Wenn man von einem Wasserrucksack spricht, so ist in der Regel von Paul die Rede. Dieser wurde speziell dafür entwickelt, um Menschen in Notsituationen helfen zu können. Neben dem Auswärtigen Amt, wird Paul auch von zahlreichen humanitären Hilfsorganisationen verwendet. Mittlerweile ist Paul auf der ganzen Welt verbreitet und leistet einen guten Dienst. Man kann davon ausgehen, dass bereits unzählige Menschen durch Paul gerettet wurden. Dazu zählt auch das Eindämmen von Krankheiten und Seuchen. im April 2012 waren etwa 700 Exemplare stationiert. Heutzutage sind es bereits mehr als 1500 Exemplare. Man kann also davon ausgehen, dass Paul auch in Zukunft zum Einsatz kommen wird. Da er eine schnelle, leicht bedienbare und zuverlässige Wasserversorgungsmethode ist, ist das natürlich kaum verwunderlich. Sollte es nötig sein, so kann Paul auch problemlos zu Fuß transportiert werden. Somit ist die Anlage überaus flexibel. Entwickelt wurde der Wasserrucksack übrigens an der Universität Kassel in Deutschland.

Videobeitrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ĂĽber den PAUL Wasserrucksack

Es ist sehr erfreulich, dass Maßnahmen unternommen werden, damit Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt sind. Allerdings gibt es immer noch viele Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Daher sollte man sich noch stärker darum bemühen, Paul auf der ganzen Welt zu verbreiten. Der praktische Wasserrucksack kann nämlich unzählige Menschenleben retten und den Lebensstandard anheben. Die Entwicklung von Paul war ein Meilenstein in der Katastrophenhilfe. Daher wollen wir unser ausdrückliches Lob an die Universität Kassel und Prof. Dr. Frechen aussprechen, der diese Entwicklung geleitet und vorangetrieben hat. Auch Ihnen möchten wir danken, dass Sie unseren Beitrag durchgelesen haben. Wenn Sie eine Spende an eine Hilfsorganisation entrichten würden, welche sich mit dem Thema der Wasserversorgung in Krisengebieten auseinandersetzt, würden wir uns natürlich noch mehr freuen. Wo Sie das letztendlich machen, ist uns prinzipiell egal. Hauptsache es handelt sich um eine seriöse Organisation und das Geld kommt auch da an, wo es wirklich gebraucht wird. An dieser Stelle verabschieden wir uns von Ihnen und hoffen, dass wir Sie bald wieder begrüßen dürfen. Bis zum nächsten Mal!

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