Steckbrief: Tukan

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Steckbrief: Tukan

Vögel:Lebensraum: Lebenserwartung:HaltungNahrung: Feinde:
Tukan:

  • tropische Regenwälder Mittel- und Südamerikas


  • in freier Wildbahn bis zu 15 Jahre

  • in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre


  • aufwendig, kostenintensiv und mit umfangreichen Auflagen verbunden


  • Früchte, Nüsse, kleine Säugetiere, kleine Reptilien, Vogelnester, andere Vögel


  • Greifvögel (z. B. Harpyie), Wiesel (z. B. Tropisches Wiesel)

 

Der Lebensraum des Tukans 

Tukane kommen in den tropischen Regenwäldern in Mittelund Südamerika vor. Sie sind gewissermaßen ein Maskottchen für die Regenwälder dieser Regionen. Verwunderlich ist das allerdings nicht. Schließlich ist der Vogel mit bunten Schnabel sehr schön anzusehen und allein schon einen Besuch der Regenwälder wert. 

Der Schnabel des Tukans und seine Funktion 

Die sehr langen und schmalen Schnäbel der Tukane sind eines ihrer Markenzeichen und können bis zu 20 Zentimeter lang werden. Lange haben Forscher über die Funktion der auffällig großen Tukanschnäbel gerätselt. So gab es beispielsweise die Theorien, dass die Schnäbel zum Öffnen von Nüssen, oder zur Partnersuche genutzt werden. Mittlerweile ist allerdings etwas Anderes erwiesen – der Schnabel des Tukans dient der Regulierung des Wärmehaushaltes. Durch seinen Schnabel ist der Tukan nämlich in der Lage überschüssige Wärme abzugeben. 

Diese Feinde machen dem Tukan das Leben schwer 

Obwohl der Tukan fliegen kann und relativ groß ist, muss er sich doch vor einigen Tieren besonders in Acht nehmen. Die größten Feinde von Tukanen stellen dabei einige Greifvögel wie z. B. die Harpyien und große Nagetiere wie das Tropische Wiesel dar. Zudem darf natürlich auch nicht der Mensch vergessen werden, der unter anderem durch die Abholzung der Regenwälder und den illegalen Vogelhandel, die Bestände der Tukane langsam dezimiert. Natürlich können auch Schlangen, Raubkatzen und andere Raubtiere eine Gefahr für Tukane darstellen. Da eine Konfrontation mit solchen allerdings eher unwahrscheinlich ist, geht die primäre Gefahr von Greifvögeln und größeren Nagetieren aus.   

Unterschiedliche Arten von Tukanen 

Tatsächlich gibt es sage und schreibe 45 unterschiedliche Tukanarten. Zählt man die Amerikanischen Bartvögel mit dazu, welche mittlerweile ebenfalls den Tukanen zugeordnet werden, kommt man sogar auf stolze 63 Arten von Tukanen. Es handelt sich also um eine artenreiche Familie der Tiere des Regenwaldes. 

Was für ein Geräusch macht eigentlich der Tukan? 

Tukane sind recht laut und wohl keine Singvögel. Dieses YouTube Video ist eine super Aufnahme und zeigt wunderbar das Geräusch des Tukans. Aufgenommen wurde das Video in einem Nationalpark in Costa Rica. 

So alt kann ein Tukan werden 

Das Alter eines Tukans ist in Gefangenschaft etwas höher und beträgt bis zu 20 Jahre. In freier Wildbahn hingegen kommen Tukane meist nicht über 15 Jahre. Wobei hierzu auch gesagt werden muss, dass viele Tukane (u. a. wegen Fressfeinden) nicht einmal das 5 oder 10 Lebensjahr erreichen. 

Ernährung des Tukans 

Tukane sind Schwarmvögel und ernähren sich vornehmlich von Früchten und Insekten. Sie können allerdings auch kleineren Säugetieren und Reptilien gefährlich werden, da auch diese auf der Speisekarte von ausgewachsenen Tukanen stehen. Selbst das Rauben von Vogelnestern und die Jagd auf kleinere Vögel wird praktiziert. Nicht selten geschieht das in Gemeinschaft, da es sich bei Tukanen um sehr soziale Vögel handelt. 

Einen Tukan kaufen – das sollten Sie beachten 

Wer vorhat einen Tukan zu halten, sollte sich auf jeden Fall bewusst sein, dass das in Deutschland mit umfangreichen Auflagen verbunden ist. Zudem sollte man sich auch mit den individuellen Regelungen in seinem Bundesland auseinandersetzen. Bereits das macht eine Haltung keineswegs einfach. Hinzukommt, dass Tukane sehr teuer sind. Mehrere tausend Euro für einen Vogel sind keine Seltenheit. Für Prachtexemplare kann es sogar mal in die Zehntausende gehen. Sofern man dem Tier eine artgerechte Lebensweise ermöglichen möchte, kommen zudem hohe einmalige und laufende Kosten hinzu. Der Kauf eines Tukans sollte daher sehr gut überlegt sein. Zumal man natürlich bedenken sollte, dass man mit einem Kauf indirekt auch den illegalen Vogelhandel unterstützt. An sich ist das Halten eines Tukans aber theoretisch rechtlich unbedenklich möglich.  

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