Was ist eigentlich sekundäres Ertrinken?

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Person ertrinkt

Eigentlich dürfte so ziemlich jeder wissen, was es mit dem Ertrinken auf sich hat. Allerdings ist den wenigsten dabei bewusst, dass es mehrere Arten des Ertrinkens gibt. Dabei spricht man dabei öfters von Dingen wie dem trockenen und sekundären Ertrinken. Es liegt die weit verbreitete Annahme vor, dass es sich bei beiden Begriffen um dasselbe handelt. Das ist allerdings nicht der Fall. Denn es gibt durchaus einen Unterschied zwischen trockenem und sekundären Ertrinken. Was allerdings feststeht, ist, dass beides lebensgefährlich ist. Daher ist ein unverzügliches Handeln überlebenswichtig. Man sollte also keine Zeit verlieren. Nur so kann der Ertrinkende gerettet werden.

 

Was man unter sekundärem Ertrinken versteht

Viele Menschen denken, dass wenn man einen Ertrinkenden rechtzeitig aus dem Wasser rettet, kein Grund zur Sorge mehr besteht. Diese Annahme ist allerdings falsch. Denn das Ertrinken muss nicht unmittelbar erfolgen. So kann es durchaus sein, dass der Betroffene quicklebendig erscheint und kurze Zeit später dennoch verstirbt. Diese Horrorvorstellung ist leider Realität und im Grunde das, was ein sekundäres Ertrinken ausmacht. Beim sekundären Ertrinken gelangt nämlich Wasser in die Lunge. Bis der Betroffene aber tatsächlich ertrinkt, kann es noch bis zu 24 Stunden dauern. Während dieses Zeitraums kann es zu Schwellungen und Entzündung kommen. Ganz zu schweigen von Lungenschäden. Das Endstadium äußert sich dann dadurch, dass ein lebensbedrohlicher Sauerstoffmangel eintritt. Der Ertrinkende erstickt.

Es kann allerdings durchaus sein, dass kaum Anzeichen gezeigt wurden. So könnte man durchaus annehmen, dass es sich nur um Nachwirkungen oder einen Schock handle. Daher ist es durchaus zu empfehlen, dass man Betroffene unverzüglich ins Krankenhaus bringt oder den Notruf wählt. Selbst dann, wenn es diesen gut zu gehen scheint. Häufige Symptome eines sekundären Ertrinkens sind beispielsweise verfärbte Lippen und Teilnahmslosigkeit. Aber auch Husten und ein hoher Puls, können auf ein sekundäres Ertrinken hinweisen. Man sollte sich hierauf allerdings nicht verlassen und keinesfalls abwarten. Denn desto mehr Zeit man verliert, desto schlechter stehen die Chancen für eine Rettung.

Wieso man sekundäres Ertrinken nicht mit trockenem Ertrinken gleichsetzen kann

Prinzipiell liegen beide Arten des Ertrinkens sehr nah beieinander. Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied. Beim trockenen Ertrinken, gelangt das Wasser erst gar nicht in die Lunge. Wer allerdings denkt, dass das ein gutes Zeichen ist, der täuscht sich damit gewaltig. Denn ein trockenes Ertrinken geht mit einer verkrampften Kehlkopfmuskulatur einher. Gewissermaßen handelt es sich hierbei um einen Schutzmechanismus. Das führt dazu, dass die Atemwege blockiert werden. Was das zur Folge haben kann, können Sie sich bestimmt denken. Sollte sich die Verkrampfung also nicht lösen, kommt es zum Erstickungstod. Im Gegensatz zum sekundären Ertrinken, erfolgt hier meist direkt eine Atemnot.

Sehenswerter Beitrag von N24 zum Thema

Selbst wenn das Thema natürlich ein sehr ernstes ist, hoffen wir, dass Ihnen unser Artikel gefallen hat. Ein Ertrinken muss nämlich nicht augenblicklich eintreffen, sondern kann auch noch verspätet erfolgen. Das sollte man auf jeden Fall wissen. Schließlich ermöglicht das einem, dass man in einer Extremsituation richtig handelt. Es reicht also nicht immer, dass man den Ertrinkenden aus dem Wasser zieht. Man sollte diesen sehr genau danach beobachten oder im besten Fall direkt ärztliche Hilfe holen. Denn jeder Moment kann entscheidend sein. Man sollte also keine Zeit verlieren.

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