Sonar

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Was genau ist ein Sonar?

Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Schallmesstechnik. Diese dient der Orten und gegebenenfalls der Vermessung von allerlei Objekten, welche sich unter dem Wasser befinden. Auch Entfernungen können bestimmt werden. Erstmals wurde diese Technik im zweiten Weltkrieg genutzt.

Die Tatsache, dass Schall sich unter Wasser sehr verlustarm ausbreitet, machte es zu einer unverzichtbaren Hilfe in der maritimen Kriegsf√ľhrung. Gerade zur Ortung von U-Booten, welche in der Lage waren gro√üen Schaden anzurichten, gab es keine Alternative. Die Unterscheidung trat erst im Laufe der Geschichte ein und hat daher gewisserma√üen einen historischen Bezug.

Grundsätzlich unterscheidet man nämlich zwischen zwei verschiedenen Typen von Sonaren, aktive und passive. Der Unterschied ist dabei sehr schnell erklärt.

  • Aktives Sonar

Fischfinder und Echolote gehören zu den aktiven Sonaren. Deren Prinzip ähnelt dabei einer Radarstation. Es wird selbst ein Signal ausgesendet, welches anschließend wieder empfangen wird. Durch die Laufzeit des Echos, lässt sich beispielsweise die Entfernung zu bestimmten Objekten bestimmen. Dank des technischen Fortschritts, haben sich aktive Sonare in den letzten Jahren sehr weiterentwickelt.  Zu den Neuerungen gehört beispielsweise die hochgelobte Technologie CHIRP.

  • Passives Sonar

Hier sollte man im vornherein eines erwähnen. Der Begriff in der Literatur, entspricht nicht dem tatsächlichen Begriff eines passiven Sonars. Hier wird öfters mal ein aktives Sonar als passives Sonar bezeichnet, nur weil sich dieses in einem passiven Betriebsmodus befindet. Im eigentlichen Sinne, ist ein passives Sonar allerdings etwas anderes. Es handelt sich dabei um ein Sonar, welches nicht aktiv Signale aussenden kann. Es ist lediglich in der Lage, Signale von anderen Objekten zu empfangen.

Was sind die Einsatzgebiete von Sonaren?

Ein beliebtes Einsatzgebiet von Sonaren ist der Bereich Freizeit und Sport. Hierzu z√§hlen selbstverst√§ndlich Fischfinder und Echolote aller Art. Auch in der modernen Schifffahrt finden Sonare Verwendung und sind hier definitiv nicht mehr wegzudenken. Schlie√ülich tragen diese ungemein zur Sicherheit und Orientierung bei. Aber es gibt noch andere Typen von Sonaren, welche ihre ganz speziellen Funktionen haben. Urspr√ľnglich wurden Sonare ja zu¬†milit√§rischen Zwecken entwickelt. Mittlerweile gibt es gerade in diesem Bereich, ein umfangreiches Spektrum von Sonaren aller Art.

Dazu z√§hlen Sonare zum Melden von Minen, Sonare zur Detektion und zum Setzen von Minenvernichtungsladungen, Sonarbojen zum Orten von U-Booten, Tauchsonare, tieffrequente Sonare f√ľr U-Boote und noch einige mehr. Im Zuge der Aufr√ľstung einiger L√§nder, findet daher auch eine permanente Weiterentwicklung entsprechender Ger√§te statt. Es liegt also in den Sternen, was f√ľr High-End-Sonare uns in Zukunft erwarten werden.

Haben Sonare Auswirkungen auf das √Ėkosystem?

Das ist nat√ľrlich eine berechtigte Frage. Besonders Natur- und Tiersch√ľtzer d√ľrfte die Antwort hierauf durchaus interessieren. Leider muss man an dieser Stelle sagen, dass Sonare durchaus sch√§dlich f√ľr unser √Ėkosystem sind. Besonders gr√∂√üere Meeress√§uger sind stark davon betroffen.

[stextbox id=”alert”]Das Problem sind hier aber nicht irgendwelche Angler, Taucher oder Sportbootfahrer. Sondern das stetige Aufr√ľsten im R√ľstungssektor, verbunden mit dem Entwickeln von immer neuen milit√§rischen Technologien. Sonare sind hier nur ein Beispiel. Auch viele andere Projekte, welche hiermit nichts zu tun haben, haben Auswirkungen auf unser √Ėkosystem. Es sind nicht die technologischen Fortschritte, die problematisch sind und unserer Umwelt schaden, sondern der¬†falsche Umgang damit.[/stextbox]

Allerdings handelt es sich dabei nicht um den Schaden, welcher von einzeln Fischfindern und Echoloten ausgeht. Das Problem sind vielmehr gro√üe milit√§rische Basen und Institutionen. Diese verf√ľgen oftmals √ľber eine sehr gro√üe Anzahl an niedrigfrequenten Sonarsystemen. Diese k√∂nnen beispielsweise erhebliche Auswirkungen f√ľr Wale, Delfine und Seek√ľhe haben. Das kleinste √úbel ist noch, wenn diese aufgeschreckt oder kurzzeitig bet√§ubt werden. Leider sind aber oftmals noch viel schlimmere Dinge der Fall. Gehirnblutungen, Kreislaufkollapse und andere schwerwiegende Erkrankungen sind keine Seltenheit.

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