Schwarzangeln: Strafen, Bundesl√§nder, Gr√ľnde und mehr

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Schwarzangeln

SchwarzangelnDen einen oder anderen mag es bestimmt verwundern, wieso die Strafen hierauf so hoch sind. Das hat jedoch einen durchaus berechtigten Grund. Unter anderem wird Schwarzangeln auch als Fischwilderei bezeichnet. Es geht n√§mlich vorwiegend um den Natur- und Tierschutz. Es soll verhindert werden, dass die heimischen Fischbest√§nde aussterben. Deshalb ist eine Lizenz so wichtig. Der Angelschein soll nicht nur als Nachweis dienen, dass man legal fischen darf. Er ist auch eine Best√§tigung daf√ľr, dass man sich bewusst ist, zu welchen Zeiten bestimmte Fische geangelt werden d√ľrfen. Zus√§tzlich dazu, kann es aber noch andere Einschr√§nkungen geben. Daher ist es wichtig, dass man sich mit dem Thema gut auseinandersetzt. Wenn man allerdings mit einem Freund unterwegs ist, welcher √ľber einen Angelschein verf√ľgt, darf man diesem in gewissen Dingen assistieren. Beispielsweise beim K√§schern des bereits gefangenen Fisches. Dennoch sollte man eventuell auch das anfragen.

Der Fischereierlaubnisschein

Hierbei handelt es sich nicht um den Angelschein! Der Fischereierlaubnisschein ist aber nicht weniger wichtig. Um legal Fischen zu d√ľrfen, ben√∂tigt man auch diese Erlaubnis. Diese kann man in der Regel von Privatpersonen erwerben, die im Besitz der jeweiligen Gew√§sser sind. Ein Schwarzfischen ohne Berechtigung in entsprechenden Gew√§ssern, kann selbst mit Angelschein hohe Strafen mit sich ziehen. Meistens h√§lt dieser Schein aber nur einen oder mehrere Tage. Eine potentielle M√∂glichkeit, um langfristig Zugang auf bestimmte Gew√§ssern zu haben, ist der Beitritt in einem Verein. In der Regel zahlt man hier einen Monats- oder Jahresbeitrag und kann in allen Gew√§ssern des Vereins angeln. Wer diesen Sport regelm√§√üig betreibt, sollte auf diese Option zur√ľckgreifen.

Was f√ľr Strafen k√∂nnen verh√§ngt werden?

Die m√∂glichen Strafen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Baden-W√ľrttemberg, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein k√∂nnen hohe Geldstrafen verh√§ngt werden. Dabei handelt es sich keineswegs um kleine √ľberschaubare Betr√§ge. Bu√ügelder von 5000 bis 75000 Euro sind m√∂glich. Da sollte man es sich doch glatt zweimal √ľberlegen, ob einem selbst ein stattlicher Hecht dieses Risiko wert ist. In Bayern, Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th√ľringen ist die Sache sogar noch ernster. Hier gilt das Schwarzangeln als Straftat. Neben hohen Geldbu√üen, k√∂nnen Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren verh√§ngt werden.

Die Situation im Ausland

Auch im Ausland gibt es bestimmte Regeln. Daher ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld √ľber die bestehenden Gesetze informiert. Einen g√ľltigen Angelschein, muss man hier in der Regel dennoch nicht mitf√ľhren. Besonders dann nicht, wenn man touristisch unterwegs ist. Viel wichtiger ist hier ein Fischereierlaubnisschein. Angelt man ohne diesen, kann es auch im Ausland zu Geld- oder Freiheitsstrafen kommen. In Polen ist beispielsweise eine Erlaubnis vom PZW (Polnischer Anglerverband) hilfreich. Diesem geh√∂ren n√§mlich der Gro√üteil der in Polen befindlichen Gew√§sser. Die Angelkarte kann bequem direkt beim Verein erworben werden. Schon hat man Zugang auf eine Vielzahl von Gew√§ssern. In Frankreich hingegen ist das ganze sogar noch entspannter. Nur f√ľr Binnenseen, Fl√ľsse und Kan√§le, muss man sich hier eine Lizenz einholen. An offenen K√ľsten ist das Angeln daf√ľr frei. Dennoch ist es wichtig, dass bestehende Schonzeiten eingehalten werden. Ansonsten kann es zu Problemen kommen.

Wir empfehlen jedem Angler, sich ausreichend √ľber bestehende Gesetze zu informieren. Da sich diese von Zeit zu Zeit √§ndern k√∂nnen, ist es wichtig stets aktuell zu bleiben. Ansonsten kann ein erfreulicher Angelausflug schnell im Desaster enden. Das wollen Sie nicht und wir genau so wenig.

In diesem Video könnt Ihr euch die ehrenamtliche Tätigkeit zweier Fischereiaufseher ansehen. Das Video gibt einen guten Einblick in deren Tätigkeit und wie wichtig diese zum Eindämmen der Fischwilderei ist. Es handelt sich um eine Reportage des NDR.

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