Schimmel in der Wohnung – so gefährlich ist er wirklich

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Schimmel an der Decke

Schimmel ist ein ungern gesehener Gast, der es sich leider immer wieder in unserem Wohnraum gemütlich macht. Ob an den Wänden oder auf unserem Essen – Schimmel kann (fast) überall auftreten. Schimmelpilzbefall ist nicht nur aus ästhetischen Gründen ein Problem, sondern kann auch gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Denn Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Während manche Arten von Schimmel sogar gesund sind, gibt es eine Vielzahl an potentiell gefährlichen Schimmelpilzen. Diese sind giftig und können sogar für den Menschen eine Gefahr darstellen. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Besteht vielleicht sogar Lebensgefahr? Wir gehen dieser Frage auf den Grund und zeigen Ihnen außerdem, wie Sie sich vor Schimmel schützen können. Eins vorweg: Das Thema Schimmel ist ernster als man denkt.

Risiken von Schimmel

Die Gefahr von einigen Schimmelpilzen kommt davon, dass sie sogenannte Mykotoxine bilden. Dabei handelt es sich um Schimmelpilzgifte, die sich in Sporen unsichtbar in der Luft verbreiten. Sie können akute Vergiftungen verursachen oder sich gar im Körper anreichern. Letzteres ist vor allem dann der Fall, wenn hohe Konzentrationen über die Luft aufgenommen werden. Asthma oder andere Krankheiten können die Folge sein. Selbst Schäden am Gehirn können nicht ausgeschlossen werden.

Einer der gefährlichsten Schimmelarten ist der tückische Aspergillus fumigatus. Weltweit fordert der Pilz weltweit jedes Jahr um die 200000 Tote. Ganz zu schweigen von Millionen, die wegen ihm unter Krankheiten (z. B. Asthma) zu leiden haben.

Mit Schimmel ist also nicht zu spaßen. Daher sollten mit Schimmel verseuchte Lebensmittel sofort weggeschmissen werden. Ein Abschneiden oder Abkratzen des Schimmels reicht nicht aus. Des Weiteren empfehlen wir zur Entfernung von Schimmel Fachkräfte zu beauftragen. Eine unsachgemäße Entfernung kann dazu führen, dass sich der Schimmel unnötigerweise im Raum verteilt.

Für diese Menschen ist Schimmel besonders gefährlich

Bei Schimmel gibt es einige Risikogruppen. Diese sollten den Kontakt zu Schimmel so gut es geht vermeiden, da hier das gesundheitliche Risiko auffallend hoch ist.  Neben Kindern und Jugendlichen sind auch Allergiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem stark gefährdet. Bei schwerkranken Patienten (Aids, Krebs etc.) kann Schimmel sogar lebensgefährlich sein. Schäden an der Lunge oder anderen Organen sind keine Seltenheit.  Außerdem ist statistisch belegt, dass Kinder, die in Wohnungen mit Schimmel aufwachsen, häufiger an Allergien oder Asthma erkranken.

Wie Sie sich vor Schimmel schützen können

Schimmel ist unumstritten gefährlich. Jedoch ist er kein Problem, das nicht angegangen werden kann. Das Wichtigste ist, dass der Wohnraum schimmelungünstig gestaltet ist. Im Klartext heißt das, dass das Lüftungs- und Heizverhalten passen muss. Denn die meisten gefährlichen Schimmelpilze bevorzugen ein feuchtes und warmes Milieu. Ist dieses nicht gegeben, kann der Schimmel sich nicht weiter ausbreiten oder gar erst entstehen.

Sollte sich der Kontakt mit Schimmel nicht vermeiden lassen (beispielsweise wegen Arbeit), empfiehlt es sich eine Atemschutzmaske zu tragen. Dadurch wird das Einatmen von gefährlichen Poren verhindert.

Gefährlich sind auch potentielle Sporenquellen. Gerade Menschen, die unter die Risikogruppe fallen, sollten daher beispielsweise auf eine Biogasanlage oder Topfpflanzen verzichten. Außerdem gilt es frisch entstandenen Schimmel unverzüglich zu entfernen. Lassen Sie sich dafür auf gar keinen Fall zu viel Zeit. Dadurch gehen sie nur ein unnötiges Gesundheitsrisiko ein. Ganz zu schweigen davon, dass sich der Schimmel vermehren kann.

Mit Schimmel ist nicht zu spaßen. Manche Arten sind selbst für den Menschen gefährlich. Mykotoxine können ernstzunehmende Vergiftungen verursachen und sogar unsere Organe schädigen. Daher ist es wichtig den Kontakt mit Schimmelpilzsporen so gut es geht zu vermeiden. Die beste Möglichkeit dafür ist es nach wie vor dem Schimmel keine Basis zu bieten. Solange Schimmel kein geeignetes Milieu hat, kann dieser schließlich nicht entstehen oder sich gar weiterverbreiten.

Bildnachweise:
© RioPatuca

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