Was ist eigentlich eine Wassersucht?

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Arzt

Fälschlicherweise nehmen viele Menschen an, wenn sie den Begriff Wassersucht hören, dass es sich um eine Form des Suchtverhaltens handelt. Wer allerdings an einer Wassersucht handelt, der zeichnet sich nicht durch einen übermäßigen Wasserkonsum aus. Wassersucht ist nämlich eine Krankheit. Allerdings kann man dieses nicht direkt als eine Krankheit klassifizieren. Denn genaugenommen gibt es mehrere Krankheiten, die als Wassersucht bezeichnet werden können. Es handelt sich hierbei also um ein wenig erfreuliches Thema. Wenn Sie sich dennoch damit auseinandersetzen möchte, sollten Sie unseren Artikel weiterlesen.

 

Das Ödem

Beim Ödem handelt es sich um eine Schwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem. Oftmals treten Ödems infolge einer anderen Erkrankung auf. Das können beispielsweise eine Herz- oder Niereninsuffizienz sein. Aber auch verschiedene Medikamente, hormonelle Störungen oder übermäßiges Sitzen- oder Stehen können die Ursache eines Ödems darstellen. Ödems werden meist mit Diuretika ausgeschwemmt. Meist kann dieses ganz unproblematisch oral eingenommen werden. Sollte es sich allerdings um einen Notfall handeln, so ist auch eine intravenöse Gabe denkbar.

Der Aszites

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form des Ödems. Sie kennzeichnet sich durch eine übermäßige Einlagerung von Flüssigkeit im Peritorealraum. Betroffen haben also einen sehr aufgeblähten Bauch. Viele Fälle sind nicht einmal sichtbar und verlaufen weitgehend schmerzlos. Leichte Fälle von Aszites können meist mit einer Natriumrestriktion behandelt werden. Bei mittelschweren Fällen erfolgt hingegen in vielen Fällen die Gabe eines Schleifendiuretikums. Dabei muss allerdings aufgepasst werden, dass nicht mehr als 500 Gramm Gewichtsabnahme pro Tag erfolgen. Andernfalls kann es zu einer Abnahme der Nierenfunktion kommen. Bei schweren Fällen der Aszites wird oftmals eine Abpunktion der Flüssigkeit in Betracht gezogen. Aber auch Transplantationen können in bestimmten Fällen infrage kommen.

Die Anasarka

Bei der Anasarka ist von einem nicht-entzündlichen Ödem des Unterhautzellgewebes die Rede. Die Flüssigkeit lagert sich hierbei in der Regel in Weichteilen ein. Das kann beispielsweise im Rücken erfolgen. Patienten mit Herzinsuffizienz sind besonders von einer Anasarka betroffen. Neben Weichteilen können Anasarka auch im Magen auftreten.

Wassersucht hat wie Sie sehen also wenig mit einer klassischen Sucht zu tun. Das macht es allerdings nicht unbedingt besser. Denn Wassersucht ist ein ausgesprochen ernstes Thema. Glücklicherweise gibt es in unserer heutigen Zeit die Mittel, um derartigen gesundheitlichen Problemen weitgehend entgegenzuwirken. Dabei ist natürlich auch vorausgesetzt, dass ein Ödem bemerkt wird. Das ist nicht immer der Fall. Gerade, wenn man ohnehin an bestimmten Krankheiten leidet, wird das Auftreten einer Wassersucht begünstigt. Wie auch immer. Es ist nun für uns an der Zeit zu gehen. Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, reden Sie am besten mit Ihrem Hausarzt. Aber auch wir stehen Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung und werden versuchen, diese nach bestem Willen zu beantworten.

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