So gefährlich sind Bienenstiche

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Eine Biene

Zur Fr√ľhlings- und Sommerzeit wimmelt es in unseren Wiesen und W√§ldern nur so von Insekten. Einige davon sind nicht gerne gesehen. Dazu geh√∂ren auch Bienen. Diese nehmen zwar eine enorm wichtige Rolle in unserem √Ėkosystem ein und produzieren leckeren Honig, allerdings sind ihre Stiche sehr schmerzhaft. Doch besteht im Falle eines Angriffs √ľberhaupt Grund zur Sorge? Sind Bienenstiche gef√§hrlich? Wir gehen der Frage auf den Grund und zeigen Ihnen, was Sie im Falle eines Stiches tun k√∂nnen. Au√üerdem erfahren Sie wie es mit Hummeln, Wespen und Hornissen aussieht. Denn auch diese in Deutschland heimisch und k√∂nnen zustechen.

Bienenstiche Рschmerzhaft aber ungefährlich

Bienenstiche tun weh. Das wei√ü jeder, der schon einmal gestochen wurde. Und das d√ľrfte auf den Gro√üteil der Bev√∂lkerung zutreffen. Gesunde Erwachsene sind aber nicht gef√§hrdet. Nur bei einer sehr hohen Anzahl an Stichen sollte ein Arzt aufgesucht werden. In der Regel verursacht eine Bienenattacke allerdings nur relativ milde Symptome wie Juckreiz, R√∂tungen und Schwellungen. Diese klingen nach wenigen Tagen ohne Folgen wieder ab. Gef√§hrlich wird es nur dann, wenn in den Hals- oder Rachen gestochen wird. Hier sollte augenblicklich Hilfe aufgesucht werden. Denn bereits ein einzelner Stich kann t√∂dlich sein. Das h√§ngt damit zusammen, dass ein Zuschwellen der Atemwege nicht ausgeschlossen werden kann. Im schlimmsten Fall droht in einem solchen Fall der Erstickungstod. Unter normalen Umst√§nden sind Bienenstiche allerdings verh√§ltnism√§√üig harmlos. Selbst Kinder m√ľssen sich nicht f√ľrchten.

Bei allergischen Reaktionen oder Stichen in den Hals- oder Rachenraum unverz√ľglich einen Notarzt kontaktieren!

Allergiker aufgepasst Рgefährliche Reaktionen möglich!

W√§hrend Bienenstiche f√ľr die meisten Menschen unbedenklich sind, k√∂nnen sie f√ľr Allergiker hochgef√§hrlich sein. Im Falle von allergischen Reaktionen drohen heftigere Symptome. Darunter Atemnot, Herz-Kreislauf-Beschwerden und √úbelkeit. Sollte man solche Symptome feststellen, sollte unverz√ľglich ein Notarzt gerufen werden. Allein in Deutschland gibt es pro Jahr um die 20 Todesf√§lle durch Stiche von Wespen und Bienen. Bei den Opfern handelt es sich nahezu immer um Allergiker. Mit allergischen Reaktionen ist also nicht zu spa√üen. Diese treten meist etwa 2 Stunden nach dem Stich auf. Leider kann eine Allergie gegen Insektengift erst dann festgestellt werden, wenn man gestochen wurde. Sich pr√§ventiv checken zu lassen ist daher nur schwer m√∂glich. Wer von seiner Allergie wei√ü, sollte immer einen Notfallkoffer mit sich tragen. Neben Adrenalin sollte dieser ein Antihistaminikum und ein Kortisonpr√§parat enthalten. Ein Arzt kann beim Zusammenstellen der erforderlichen Notfallmedikation helfen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Bienenstichen:

  1. Mit einer Pinzette vorsichtig den Stachel entfernen (auf Giftblase achten)
  2. Die betroffene Stelle k√ľhlen
  3. Zwiebel √ľber die Einstichstelle reiben und sie so desinfizieren
  4. Eine k√ľhlende Kompresse mit Quark auf die Einstichstelle legen
  5. Bei Bedarf die Schritte 2-4 mehrmals wiederholen

Hummeln, Wespen und Hornissen

Wespe auf Haut

Doch wie sieht es eigentlich mit Hornissen, Hummeln und Wespen aus? Im Grunde gilt hier dasselbe wie f√ľr Bienen. Die Stiche sind meist ungef√§hrlich. Lediglich bei Stichen in den Hals- oder Rachenraum oder im Falle einer allergischen Reaktion gilt es zu handeln. Hornissen sind zwar gro√ü und furchterregend, aber keineswegs gef√§hrlicher als Bienen. Auch bei Wespen besteht kein Grund zur Sorge. Wespengift ist sogar schw√§cher als Bienengift. Bleiben nur noch die Hummeln. Was viele nicht wissen – auch Hummeln k√∂nnen zustechen. Und deren Stich unterscheidet sich nicht einmal gro√ü von einem Bienenstich. Allerdings k√∂nnen nur die Weibchen zustechen (bei Bienen √ľbrigens auch) und Hummeln sind nicht aggressiv. Hummelstiche sind daher selten. Eine besondere Gefahr droht √ľbrigens dann, wenn die Tiere ihren Stock alarmieren und dieser zur Hilfe hereilt. Dann gilt es die Arme in die Hand zu nehmen und loszurennen.

Als gesunder Mensch brauchen Sie sich vor Bienenstichen nicht zu f√ľrchten. Dasselbe gilt auch f√ľr deren Verwandten den Wespen, Hornissen und Hummeln. Eine ernsthafte Gefahr droht nur in Ausnahmef√§llen. Dennoch sollten Sie die Tiere keineswegs untersch√§tzen. Schlie√ülich sind sie immer wieder f√ľr Todesf√§lle verantwortlich. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Bienengift hei√üt Apitoxin. Es ist eine Mischung aus basischen und sauren Sekreten, kann aber √ľbrigens ausschlie√ülich durch Weibchen verabreicht werden. M√§nnliche Bienen k√∂nnen nicht zustechen.

Bildnachweise:
© BillionPhotos.com
© nataba

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