Der giftigste Pilz der Welt Рdieser Fungus ist hochgefährlich!

0
219
Spread the love

 

Der ber√ľchtigte gr√ľne Knollenbl√§tterpilz

Im Grunde kann nur schwer gesagt werden, welcher der giftigste Pilz der Welt ist. Das liegt zum einen daran, dass noch nicht alle Pilzsorten bekannt oder hinreichend erforscht sind. Zum anderen ist es schwer ein klares Statement zu treffen, da es sehr viele potentiell gef√§hrliche Giftpilze gibt. Welches der Gifte davon f√ľr den Menschen am t√∂dlichsten ist, l√§sst sich oft nur schwer sagen. Dennoch gibt es einen Pilz, den wir als den giftigsten der Welt erachten. Im Gegensatz zu vielen giftigen Tieren, ist dieser jedoch nicht nur in fernen L√§ndern beheimatet. Besagter Pilz kommt auf fast allen Kontinenten vor und ist auch in Deutschland verbreitet. Aus diesem Grund sollten Sie niemals ohne hinreichende Erfahrung Pilze sammeln. Ansonsten droht die Gefahr einer t√∂dlichen Vergiftung. Zumal der Pilz leicht verwechselt werden kann. Ein Spitzname des Pilzes ist √ľbrigens ‚ÄěGr√ľner M√∂rder‚Äú. Das sagt eigentlich schon alles.

Anzeichen einer Vergiftung mit dem Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz:

Erste Phase:

  • Kr√§mpfe
  • Starkes Erbrechen
  • Pl√∂tzliche √úbelkeitserscheinungen
  • Kolikartige Bauchschmerzen
  • Unangenehme Durchf√§lle
  • Rapider Kraftverlust

Zweite Phase:

  • Keine Symptome

Dritte Phase:

  • Blutungen
  • Lebersch√§den
  • Nierensch√§den
  • Zellsch√§digung
  • Komat√∂se Zust√§nde
  • Herz- und Kreislaufschw√§che
  • Ateml√§hmung (Tod)

Gr√ľner Knollenbl√§tterpilz – ist der Massenm√∂rder noch zu stoppen?

Schwarzer Totenkopf

Obgleich es umstritten ist, ob der Gr√ľne Knollenbl√§tterpilz als der giftigste Pilz der Welt gewertet werden kann, so steht wohl au√üer Frage, dass er der weltweit gef√§hrlichste Pilz ist. Dementsprechend hat er sich auch den Ruf als giftigster Pilz redlich verdient. Tats√§chlich gehen rund 90% der t√∂dlich verlaufenden Pilzvergiftungen auf den Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz zur√ľck. Darunter auch viele Todesopfer in Deutschland. Der Gr√ľne Knollenbl√§tterpilz kann also zu Recht als Massenm√∂rder unter den Pilzen bezeichnet werden. Das ist aber nur einer von vielen Namen, die dem Giftpilz gegeben werden. Andere verwendete Bezeichnungen sind beispielsweise Gr√ľner Gift-Wulstling und Gr√ľner M√∂rder.

Doch nicht nur die extreme Giftigkeit machen den Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz zu einem unangenehmen Zeitgenossen. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass er gerne mit dem beliebten Wiesenchampignon verwechselt wird. Diese Verwechslung l√§sst sich durch hinreichende Erfahrung beim Pilzsammeln jedoch vermeiden. Der Gr√ľne Knollenbl√§tterpilz hat nicht nur eine unten deutlich abgesetzte Knolle, sondern besitzt auch wei√üe Lamellen. Der Wiesenchampignon hat hingegen (je nach Stadium) entweder br√§unliche oder rosafarbene Lamellen. Eine Unterscheidung ist also m√∂glich.

Gift und Letalit√§t des Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilzes

Der Giftpilz enth√§lt sowohl Amatoxine als auch Phallotoxine. Gef√§hrliche Bestandteile sind unter anderem das Amanitin und Phalloidin.  W√§hrend das Amanitin im Magen-Darm-Trakt schnell verschmilzt und resorbiert wird, spielt das Phalloidin bei der Zerst√∂rung der Leberzellen eine wichtige Rolle. Eine Knollenbl√§tterpilzvergiftung kann zu Leberversagen f√ľhren und t√∂dliche Folgen haben. Daher ist eine unverz√ľgliche Behandlung zwingend notwendig. Eine letale Wirkung ist bereits bei Kleinstmengen m√∂glich. Wer hohe Mengen des Giftpilzes verzehrt, hat infolgedessen deutlich verringerte √úberlebenschancen.

Ein Blick auf die Sterberaten gen√ľgt, um sich der Gef√§hrlichkeit dieses Pilzes bewusst zu werden. Bei Erwachsenen liegt die Letalit√§t bei 8% bis 22%. Das ist bereits sehr hoch. Bei Kindern sieht es hingegen noch schlimmer aus. Bei Kindern unter 10 Jahren betr√§gt die Sterberate etwa 50%. Diese Werte gelten leider auch dann, wenn eine rechtzeitige Behandlung eingeleitet wird. Unbehandelt ist das Todesrisiko sogar noch h√∂her. Sollten bereits irreversible Sch√§den eingetroffen werden sein, kann im Grunde nur noch eine Transplantation helfen.

So läuft eine Vergiftung mit dem giftigsten Pilz der Welt ab

Warnschild f√ľr GIft

Eine Vergiftung mit dem Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilz l√§sst sich in drei Phasen unterteilen. Die Anfangsphase ist erst einmal sehr ruhig, da es einige Zeit braucht, bis sich die Vergiftung bemerkbar macht. Nach einem Zeitfenster von etwa 8 bis 40 Stunden treten dann die ersten Symptome auf. Es kommt dabei zu heftigen k√∂rperlichen Reaktionen. Darunter Bauchschmerzen, Durchfall und Kr√§mpfe. Das ist jedoch nur ein kleiner Teil der Beschwerden, die infolge einer Knollenbl√§tterpilzvergiftung auftreten k√∂nnen.

Die Symptome sind aber an sich gar nicht das Problem, da diese nach einiger Zeit wieder abklingen. Allerdings sollte man sich hiervon auf keinen Fall täuschen lassen. Eine Vergiftung mit dem Pilz kennzeichnet sich nämlich durch eine symptomfreie Phase, die bis zu einem Tag anhalten kann. Daraufhin folgt die dritte und letzte Phase. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt keine Behandlung eingeleitet worden sein, liegt eine hohe Letalität vor. Nun treten massive Leberschäden, Zellschädigungen und weitere schwerwiegende Folgen ein. Nach drei oder vier qualvollen Tagen kommt es schließlich zur Atemlähmung und somit zum Tod. Häufig fällt der Patient davor ins Koma.

Warum Sie sich niemals von dem Geschmack eines Pilzes täuschen lassen sollten

Viele Menschen denken, dass sie einen Giftpilz an seinem Geschmack identifizieren k√∂nnen. In diesem Fall w√§re es ja theoretisch m√∂glich nur eine minimale Menge zu verzehren, ohne dabei gleich ein t√∂dliches Risiko einzugehen. Abgesehen davon, dass bereits Kleinstmengen f√ľr eine Vergiftung ausreichen, ist hier noch ein weiterer Denkfehler. Was viele n√§mlich nicht wissen: Giftpilze schmecken oftmals √ľberraschend gut. Der Gr√ľne Knollenbl√§tterpilz ist hierbei keine Ausnahme. Der weltweit giftigste Pilz weist einen angenehmen nussartigen Geschmack auf. Das legt nat√ľrlich nicht gerade die Vermutung nahe, dass es sich um einen Giftpilz handelt. Lassen Sie sich also keineswegs vom Geschmack des Gr√ľnen Knollenbl√§tterpilzes verf√ľhren. Giftpilze sollten nur anhand ihres Aussehens identifiziert werden. Ein Geschmackstest hingegen ist nicht sinnvoll und birgt die Gefahr einer t√∂dlich verlaufenden Vergiftung.

Kaum zu glauben, dass der giftigste Pilz der Welt auch in unseren Gefilden heimisch ist. Der Gr√ľne Knollenbl√§tterpilz weist eine hohe Letalit√§t auf und ist f√ľr rund 90% aller t√∂dlichen Pilzvergiftungen verantwortlich. Noch dazu t√§uscht er uns durch seinen leckeren Geschmack und sein Aussehen. Optisch √§hnelt der Giftpilz n√§mlich einem Wiesenchampignon. Dennoch gibt es einige markante Unterscheidungsmerkmale, mit denen jeder erfahrene Pilzsammler vertraut sein sollte/muss. Wichtig ist, dass Sie im Falle einer Pilzvergiftung unverz√ľglich handeln. W√§hrend der ersten Vergiftungsphase stehen die Heilungschancen noch verh√§ltnism√§√üig gut. Ab Phase zwei oder drei steigt die Letalit√§t kontinuierlich an. Trotz seiner enormen Gef√§hrlichkeit gibt es eine Sache, die bez√ľglich des Giftpilzes positiv anzumerken ist. Immerhin gibt es eine erste Phase mit Vergiftungserscheinungen, wodurch die Chance besteht die Pilzvergiftung rechtzeitig zu diagnostizieren. Es gibt Pilze, die sich erst kurz vor dem Tod durch Symptome bemerkbar machen. Oftmals ist es dann aber schon zu sp√§t.

Bildnachweise:
© awfoto
© Janis Abolins
© ecelop

Der giftigste Pilz der Welt Рdieser Fungus ist hochgefährlich!
5 (100%) 3 votes

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here