Was ist eigentlich eine Wassermaus?

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Wassermaus auf Wiese

Wenn man von der Wassermaus spricht, so denkt man an eine bestimmte Art. Diese gibt es aber so gesehen nicht. Denn als Wassermäuse werden mehrere Nagetiere bezeichnet, die eine Lebensweise aufweisen, die sehr eng mit dem Wasser verbunden ist. Derzeit unterscheidet man zwischen drei Arten. Sie alle sind nicht näher miteinander verwandt, weisen allerdings eine ähnliche Lebensweise auf. Allerdings gibt es noch weitere Mäuse- und Rattenarten, welche mit Wasser in Zusammenhang stehen, allerdings nicht unter die Kategorie der Wassermäuse fallen. Wenn Sie mehr über diese interessanten Tiere erfahren möchten, sollten Sie auf keinen Fall unseren Artikel verpassen.

 

Die Äthiopische Wassermaus

Hierbei handelt es sich um eine extrem seltene afrikanische Mäuseart. Womöglich ist diese sogar bereits ausgestorben. Diese Annahme liegt nahe, da nur ein einzelnes Exemplar bekannt ist. Dieses wurde im März 1927 nahe einer Quelle in 2600 Meter Höhe gefunden. Der Lebensraum, wo die Äthiopische Wassermaus wohl lebt oder gelebt hat, ist mittlerweile nahezu gänzlich durch Überweidung zerstört. Man geht allerdings davon aus, dass diese Mäuseart eine sehr amphibische Lebensweise an den Tag gelegt hat.

Die Chibcha-Wassermaus

Diese Wassermaus lebt im Norden Südamerikas. Sie zählt zu den Fischratten und umfasst zwei verschiedene Arten. Wie es auch bei anderen Fischratten der Fall ist, so sind auch die Chibcha-Wassermäuse sehr an das Wasserleben angepasst. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von etwa 11 bis 13 Zentimetern. Wie auch bei vielen anderen Nagetieren, ist der Schwanz circa genauso groß. Sie leben in etwa 2500 Metern Höhe und gehen im Wasser auf Nahrungssuche. Zu ihrem Beutetierspektrum zählen beispielsweise Wasserinsekten und Krebse.

Die Mittelamerikanische Wassermaus

Der Name lässt bereits vermuten, woher diese Wassermausart stammt. Sie liegen komplett richtig, aus Mittelamerika. Wie auch die Chibcha-Wassermäuse, zählen auch die Mittelamerikanischen Wassermäuse zu den Fischratten. Allerdings umfassen diese nicht nur zwei, sondern sogar ganze vier Arten. Mittelamerikanische Wassermäuse haben einen stromlinienförmigen Körper, durch Schwimmhäute verbundene Zehen, kleine Ohren, kleine Augen und verschließbare Nasenlöcher. Sie erreichen eine Körpergröße von bis zu 14 Zentimetern. Der Schwanz kann dabei sogar einige Zentimeter länger sein. Durch ihren Körperbau sind sie perfekt an die Lebensweise am Wasser angepasst. Sie halten sich meist in tropischen Wäldern nahe von Flussufern auf. Dabei ernähren sie sich von Fischen, Wasserinsekten, Schnecken und anderen Wasserbewohnern. Da der Lebensraum der Mittelamerikanischen Wassermäuse bedroht ist, gehen auch deren Bestände zurück. Die Arten sind daher als gefährdet einzustufen.

Das war es auch schon mit unserem kleinen Artikel über Wassermäuse. Wir finden diese Nagetiere überaus interessant und fanden daher, dass wir mal über sie berichten sollten. Sollte Ihnen der Artikel gefallen haben, würden wir uns natürlich eine Bewertung oder einen Kommentar freuen. An dieser Stelle sind wir allerdings auch schon fertig und verabschieden uns. Adieu und bis zum nächsten Mal!

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